13a – Die Klasse

Foto 1974/75

(Klassenbild als Klasse 12a – das letzte angefertigte Klassenfoto)

 

 

Die 13a/1976: Ein „Winning Team“

Wer ist die 13a/1976?
Eine Klasse im klassischen Stil. Die vorletzte Klasse vor der Einführung der MSS. Eine Männerwelt, mathematisch, naturwissenschaftlich orientiert. Die Frauen wählten lieber den sprachlichen Zweig.

Erstaunlich aber wahr, trotz Konkurrenz- und Leistungsdruck, Stress und Arbeitsbelastung entwickelte sich Kameradschaft und Kollegialität, die uns nun seit mehr als 25 Jahren zusammenhält. Die Bindung ist so stark, dass wir uns jedes Jahr 3 Tage in einer abgelegenen Waldhütte treffen und feiern.

Wie war das möglich?
Wir sind in der Schulzeit zu einem Team, einem „Winning Team“ zusammengewachsen, in dem jeder eine bestimmte Rolle erfüllt. Eine Schlüsselrolle ist der Organisator (Henry, der Klassensprecher), der die Einladungen schreibt und die Adressen immer auf dem aktuellen Stand hat (es gibt viele Umzüge, man sollte unbedingt die Adressen der Eltern behalten). Ihm stehen Assistenten zur Seite, z.B. der Hüttenmanager (Egbert), er reserviert die Hütte und legt den Termin fest oder der Kassenwart (Archie), der ein Klassenkonto verwaltet, auf das der Teilnehmerbeitrag eingezahlt wird, damit die Einkaufsmanager (Henry und Bomber) wissen, wieviele Kammeraden kommen und was einzukaufen ist.

Doch die Organisatoren alleine machen noch kein Klassentreffen. Es muss auch bei den Teilnehmern eine Bereitschaft da sein mitzumachen. Diese Bereitschaft wächst durch viele gemeinsame Erlebnisse. Auch in der Gruppe gibt es Rollen, z.B.

– der Mann mit dem phänomenalen Gedächtnis (Sepp), der Geschichten und Anekdoten aus früheren Jahren erzählen kann.
– die Unterhalter (Henry, Willi, Archie), die mit der Gitarre für Stimmung sorgen,
– die Diskutierer (Fresser, Beckes, Black, usw.), die für spannende und kontroverse Gespräche gut sind,
– die Feuermachen (Archie, Bomber, Hermann, Ulf usw.), die Holz holen, sägen und spalten und die 2 Feuer in Gang halten,
– die Grillmänner (Bongo, Ulf, Hermann usw.), die dafür sorgen, dass Steaks und Würste auf dem Grill liegen,
– die Hausmänner (Opa, Förster, Sepp, Ulf, usw.), die den Tisch decken und abräumen und das Geschirr abwaschen,
– die Putzequipe, die bis zum Schluss bleibt und dafür sorgt, dass das Haus wieder sauber verlassen wird,
– der „harte Kern“ der von Freitag bis Sonntag bleibt und überall anpackt.
– Und was wäre das Klassentreffen ohne die vielen Sachen, die mitgebracht werden, das geht vom Spiess (Bomber) über die Kettensäge (Archie) bis zu den vielen Salaten und Kuchen (Frauen), die das Treffen zu einem kulinarischen Erlebnis machen.

Das Winning Team
Die Rollen haben sich von Anfang an entwickelt, jeder konnte die Rolle wählen, die zu ihm passt. Niemand wurde zu etwas gezwungen, keiner ausgeschlossen. Und damit das mehr als 30 Jahre hält, gilt das ungeschriebene Gesetz: „Don’t change a winning team“.

Was sind die Merkmale eines „Winning Teams“?
1. Positiv sein und denken. Das Positive im anderen suchen und sehen.
2. Respekt zollen, den anderen anerkennen, wie er ist, mit seinen guten und schwierigen Charkterzügen.
3. Ehrlichkeit und Offenheit. Sagen was man denkt, direkt, keine Gerüchte, nichts hinter vorgehaltener Hand.
4. Prinzipien, Werte und eine Lebensphilosophie hochschätzen.
5. Zukunftsvisionen entwickeln. Was machen wir gemeinsam, welche Projekte wollen wir angehen?
6. Selbstbewusst und trotzdem selbstkritisch sein; an sich arbeiten.
7. Loyalität. Zueinander stehen, auch in schwierigen Zeiten.
8. Kommunizieren und informieren, sich für den anderen interessieren, aktiv zuhören.
9. Bescheidenheit. Im Team zählt der Mensch, nicht Karriere, Besitz oder Status.
10. Aktive Mitarbeit, vorbereitet sein, mitdenken und anpacken.

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