Tschechien 2011

Klassenfahrt zum 35-jährigen Abi.

Prolog

Wo ging es hin?

1 Woche nach Prag und Tschechien (Böhmerwald) vom 16.4.-23.4.2011.

22 Teilnehmer hatten sich angemeldet, leider mussten 3 Teilnehmer kurzfristig absagen. Unser „Matthias-Bussel“ musste zum „Markus-Bussel“ umfunktioniert werden, was aber  problemlos gelang. Schließlich war der Chef selbst als Fahrer am Lenkrad.

Mengenmäßig war die Verteilung im großen Reisebus so, dass jeder Teilnehmer einen eigenen Fensterplatz hätte beanspruchen können. Hiervon wurde jedoch wenig Gebrauch gemacht.

Auf dieser Seite haben wir zunächst eine kurze Übersicht der Teilnehmer sowie unserer Unterkünfte. Eine Unternavigation nach Tagen mit mehr Details erfolgt in Kürze.

 

Wer war alles dabei?

Weiterhin mit von der Partie waren:

Unser Busfahrer und seine Tochter

Unsere Reiseleitung, Stadtführer und Hotelservice

 

 Und hier unsere Reisegruppe auf einen Schlag in Prag:

 

Unsere Unterkunft in Prag (Botel Matylda/Klotylda)

 

 

Unsere Unterkunft im Böhmerwald (Schlosshotel Stekl in Hluboká nad Vltavou)

 

 

 


Tagebuch

 

Bildersammlung von allen Tagen bei Google Fotos

 

 

 

Tag 1 – Anfahrtstag – Samstag, 16. April 2011

06:00 Uhr: Pünktliche Abfahrt vom Messeplatz/Wasgauhalle Pirmasens. 07:40 Uhr: Zustieg weiterer Familien in Annweiler

 

 

 

 

Zwischenhalt an der deutsch-tschechischen Grenze. Für den Bus muss eine Mautbox gekauft werden.

 

 

 

 

 

13:30 Uhr: Mittagessen in der Gaststätte der Pilsener Brauerei und Besuch des Brauereimuseums.

 

 

 

 

 

19:00 Uhr: Eintreffen in Prag, Bezug der Botelzimmer, Abendessen auf dem Botel Matylda/Klotylda

 

 

 

 

 

 

Tag 2 – Sonntag, 17. April 2011

Für heute und die folgenden beiden Tage hatten wir eine Reiseleitung durch Prag gebucht. Um den Tag stressfrei beginnen zu können, hatten wir uns für 11:00 Uhr am Botel verabredet. Also hieß es gemütliches Frühstück, kleine Erkundung der unmittelbaren Umgebung und warten auf Hana. Diese kam dann auch sehr pünktlich und hatte ihre Schildkröte mit dabei. Sie warnte uns aber, dass das eine sehr schnelle Schildkröte sei und wir ihr stets folgen sollten, wenn wir viel von Prag sehen und von seiner Geschichte hören wollten. Sie sollte recht behalten, das Stofftier, welches sie auf einem Zeigestab aufgespießt hatte, war wirklich schnell. Pünktlich um 11:00 starteten wir mit unserem ersten Rundgang durch Prag, Hana und ihr Tierchen stets fest im Blick.

    

 
 
Zunächst ging es über den Karlsplatz, weiter durch eine sehenswerte Passage (Lucerna Arcade mit heutigem Kino) zum Wenzelsplatz. Sodann weiter über einige Ecken der Neustadt, bis hin zum Gemeindehaus und Pulverturm.
 
Nach zwei Stunden war eine Sitz- und Trinkpause angesagt, das wollten wir auch in den nächsten Tagen beibehalten. Vier Stunden pro Tag stand uns Hana zur Verfügung, bei den vielen Eindrücken mussten man einfach kurz pausieren. Also hieß es: Kleine Erfrischung an einer Ecke des Platzes der Republik.
 
Nach der Rast durfte es also munter mit unserer Entdeckertour weitergehen. Schwerpunkt lag auf der Prager Altstadt, die wir durch den Pulverturm betraten. Ein sehr sehenswertes Jugendstilgebäude ist das „Repräsentationshaus“ oder Gemeindehaus. Einige von uns besuchten hier am späten Nachmittag noch eine Generalprobe der Prager Philharmoniker im Smetanasaal. Durch die Altstadt ging es weiter über das Jüdische Viertel, vorbei am Kafka-Haus bis hin zum Altstädter Rathaus und der Astronomischen Uhr. Hier sollte dann unser 1. Tag in Prag unter Reiseleitung von Hana enden. Natürlich ging er für uns noch weiter, gemeinsames Abendessen im „U Medvidku“ und kleine Nachtbesichtigung sollten folgen.
 
 
Mit Hana hatte die Reiseagentur einen echten Glückstreffer bei uns gelandet. Sie sprach sehr gut Deutsch und brachte auch stets eine gute Portion Humor mit, mit dem sie uns geistig bei der Stange hielt. Nicht immer leichter Stoff für die meisten von uns, denn mit der Geschichte des Landes und von Prag hatten sich die wenigsten bislang beschäftigt. Also fast alles Neuland für uns, aber niemals langweilig.
 
 

Tag 3 – Montag, 18. April 2011

Heute begann für uns der Tag mit Hana eine gute halbe Stunde früher. Wir hatten festgestellt, dass wir zum Ausschlafen und Frühstücken nicht bis 11:00 Uhr brauchen.
Für heute stand Prags Kleinseite an. Kirche der Siegreichen Jungfrau mit dem Prager Jesuskind und das Botschaftsviertel von Prag. Es hieß also erstmals für uns, die Moldau zu überqueren. Und schon ging es los, brav der Schildkröte hinterher, die wir -neben Hana- schon lieb gewonnen hatten. Sie war uns eben schnell vertraut geworden, niemand sollte also verloren gehen. 

 

Natürlich bildete die Deutsche Botschaft Schwerpunkt unser Besichtigung, ist sie doch ein wesentlicher Ursprung des Mauerfalls und der folgenden deutschen Einheit im Jahre 1989 gewesen. Was wir mit ganz besonderem Interesse verfolgten, waren die persönlichen Schilderungen über diese Zeit von Hana. Sie hat hierzu sehr offen und ausführlich ihre Erlebnisse dargestellt und so konnten wir aus 1. Hand erfahren, wie schwierig und belastend die Zeiten bis dahin waren.

 

Die obligatorische und gerne angenommene Mittagspause. Und passend zur „goldenen Stadt Prag“ gab es natürlich auch ein goldenes Auto zu sehen. Vielleicht war es aber auch nicht nur gold-farben lackiert?

 

 

 

 

Nach der kleinen Mittagspause mit Erfrischungsgetränken und Ruhe für die Füße  ging es wieder weiter. Es folgte der Sitz des Senats, des tschechischen Parlaments und die benachbarten Wallensteingärten. Abgeschlossen wurde die heutige Führung auf der Karlsbrücke. Stets hatten wir die mächtige Prager Burg im Auge, die sich über dem gesamten Stadtgebiet erhebt. Aber diese sollte uns für den nächsten Tag vorbehalten sein.
Mit „sonstigen Naturaus- bzw. -einblicken“ und einer kleinen Genießerpause am Botel wurde neue Kraft für den Abend geschöpft.

 

Am Abend sind wir einer Empfehlung von Hana in eine sehr urige Kneipe gefolgt (U Pinkasu). Paar Etagen unterhalb Straßenniveau in den tiefsten Gewölbekeller des Hauses. Vom Ambiente her genau richtig für uns. Schade nur, dass der Wirt mehr Leute in die Kneipe ließ, als er eigentlich vernünftig bedienen konnte. Somit dauerte das Essen sehr lange und war auch nicht mehr richtig warm. Aber wir hatten den Kellerraum fast für uns alleine, für den ansteigenden Schallpegel in dem engen Gemäuer waren wir damit alleine verantwortlich.

Und die Nachtschwärmer gab es am heutigen Tag natürlich auch, trotz der Anstrengungen des Tages.

 

Tag 4 – Dienstag, 19. April 2011

Heute sollte uns ein weiterer Höhepunkt bevorstehen. Es ging zur Prager Burg mit St.-Veits-Dom. Hana war wie immer sehr pünktlich am Botel erschienen und hatte paar nette und aufmunternte Sprüche auf Lager. Und um heute mal fahrend in den Tag zu starten, hatte sie uns Tickets für die Straßenbahn mitgebracht. Bis zur Prager Burg war es doch ein paar Meter von unserem Botel aus. Auf der Burg hatten wir schon Eintrittskarten hinterlegen lassen. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass der vertrauenswürdigsten Person unserer Gruppe die führende Schildkröte anvertraut worden war, während Hana die Karten für uns abholte. Schon zur Schulzeit durfte er das Klassenbuch führen. Dass er die Kröte mit dem Hinterteil in die Kamera hält, braucht nicht erwähnt zu werden, weil diese wohl ihrer Hana im Gebäude nachschaut.
Die Burganlage und der Dom sind ebenso sehenswert wie die gigantische Aussicht von dort aus über die Stadt. Und Platz für Verkleidungen und das ein oder andere Späßchen gab es für uns natürlich auch. Das goldene Gässchen war wegen Renovierung leider geschlossen.

 

Mit der Aufnahme mehrerer Gruppenbilder endete unsere 3-tägige Führung durch Prag mit Hana auf der Prager Burg.

In Hana hatten wir eine Reiseführerin, die sich mehr als sehr viel Mühe mit uns gab. Sie war unserer Gruppe wie auf den Leib geschnitten, manchmal schien sie es auch zu genießen, mit uns unterwegs sein zu können. Redegewandt, humorvoll, sehr bewandert und informativ, nie langweilig und in bestem Deutsch. Sie hat uns in den Tagen stets sehr umsorgt und hat mit praktischen Dingen und mit vielen Infos für unseren gelungenen Aufenthalt gesorgt.

Wir hatten die Reise ursprünglich mit „unserer“ Svatava geplant, die leider aus persönlichen Gründen im Vorfeld absagen musste. Damit war eine Führung durch die Heimatstadt Prag mit und von Svatava leider unmöglich geworden. Auf eine ganz andere Weise ist uns Hana aber ebenso ans Herz gewachsen gewesen, sodass es falsch wäre, sie als „Ersatz“ zu bezeichnen. Gerade die Schilderungen ihrer Kindheit und Jugend in der kommunistischen Tschechoslowakei, wie es seinerzeit noch hieß, machten sie so sehr menschlich und sympathisch. Sie hat für uns daher nicht nur einen „Job“ als Reiseführerin erfüllt, sondern war uns lieb geworden.

 

Nach der Verabschiedung von Hana trennte sich unsere Gruppe für den Nachmittag. Während ein Teil in den Weinbergen unterhalb der Burg den herrlichen Blick über die Stadt bei einem Kaffee genoss, gingen andere ihrem Hungergefühl nach und fanden die Gaststätte „Sieben Schwaben“.

 

 

 

Mit einem gemeinsamen Abendessen sollte dann unser letzter Tag in Prag beendet werden. Heute ging es ins „U Matěje Kotrby“.

 

 

 

 

 

Tag 5 – Umzugstag – Mittwoch, 20.04.2011

Heute ziehen wir um. Wir verlassen nach dem Frühstück unsere tolle Unterkunft in Prag und wollen sehen, was uns im Böhmerwald erwartet. Dort haben wir für die nächsten drei Tage Zimmer in Hluboka reserviert. Natürlich wollen wir aber nicht auf gerader Strecke schnellstmöglich dorthin fahren, sondern unterwegs auch noch was erkunden.
Zunächst galt es aber, unseren Bus wieder aus den Klauen unrechtmäßig parkender PKW zu befreien, die die Zufahrt zum Botel zugeparkt hatten. Die Fahrkünste von Markus und Rangierhinweise unseres Klassensprechers haben dies natürlich ermöglicht.

 

Zwischenziel des Tages war die Stadt Pisek. Weil wir aber in einer Landkarte große Seengebiete und ein Schloss entdeckt hatten, wollten wir zunächst dort Station machen. Also ging es mit diesem Abstecher zum Schloss Orlik am gleichnamigen Stausee, ehe wir das sehr sehenswerte Städtchen Pisek erreichten. Eigentlich hatten wir geplant, hier mit Jaromir, einem Freund von Svatava, eine Stadtführung zu machen. Leider war Jaromir aber im Januar des Jahres verstorben. So blieb denen, die ihn bereits gekannt hatten, eine Gedenkminute an seinem Haus in Pisek, ehe wir dann die Stadt auf eigenen Faust entdeckten.

 

Auch wenn es vorab angekündigt war, dass wir im Hotel Stekl nächtigen werden, war die Überraschung aller Leute groß. So ein großzügige Hotelanlage in altem Gemäuer hatten noch die wenigsten von uns besucht, gar in einer solchen genächtigt. Und zudem unmittelbar neben dem Schloss Hluboka, einem Nationalkulturdenkmal, alles mit einem herrlichen Blick von oben über die Landschaft des Moldautals. Das Preisniveau für die Zimmer war -für die vorherigen Verhältnisse in Prag- dann hier auch sehr angenehm.

 

Nach Bezug der Zimmer hatten wir ein festliches gemeinsames Abendmenü bestellt. An langer großer Tafel durften wir Platz nehmen, eine Servicekraft stand uns den gesamten Abend mit Getränken zur Verfügung, ansonsten bedienten wir uns selbst am angerichteten Buffet. Wie die Tage schon ging natürlich alles gemeinsam aus unserer Bordkasse, die wir im Vorfeld durch die Zahlungen aller Teilnehmer ordentlich aufgefüllt hatten.

 

Infos
Website Schloss Orlik
Website Stadt Pisek
 

 

Tag 6 – Krumlov – Donnerstag, 21. April 2011

Es ist nicht überliefert, wie lange schon (über Nacht?) das Telefonhäuschen in ein Wachhäuschen umfunktioniert worden war, um das Schloss Hloboka vor übermäßigem Besucherandrang zu beschützen. Auch war uns neu, dass Egbert in der Kaffeebranche tätig ist, die Frühstückstasse brachte es ans Licht. Wir nehmen an, da es sich um eine niederländische Firma handelt, dass er erste Kontakte bei unserer IJsselmeerfahrt 2006 geknüpft hat. Jedenfalls machten wir uns heute auf den Weg nach Krumlov.  Aber warum war plötzlich die Zufahrt zur Hauptstraße unbefahrbar? Also ging es mit dem Bus alternativ durch ein Wohngebiet. Parkverhalten dort aber sehr beanstandenswert, obwohl die wahrscheinlich ernsthaft keinen Bus in ihrer Straße erwartet hatten. Und zudem die Leute nicht zuhause, um ihre Fahrzeuge wegzufahren. Aber hilfreiche Nachbarn gibt es eben überall, Sprache ist kein Hindernis. Ein größerer Busch, der in die Straße ragte, wurde kurzerhand etwas weggedrückt. Die Mauerabdeckung einer Gartenmauer zur Straße war eh schon stark baufällig, weswegen dieses Hindernis letztlich für uns natürlich keins war. Markus machte die Stabilitätsprobe, die für uns positiv, für die Abdeckung negativ verlief.

 

Dann ging es weiter nach Krumlov. Nespor, unser tschechischer Reiseführer in Krumlov, hatte uns schon erwartet. Auf dem „gemeinen“ Busparkplatz, der für alle Touristenbusse gültig ist. Nur für Nespor und uns nicht. Dazu erzählte er uns stolz, dass er bis zu seinem Rentenalter 30 Jahre Archivar im Schloss Krumlov war und er daher einen exklusiven Busparkplatz direkt oben am Schlosspark für uns hätte. Die Fahrt durch den Wald gestaltete sich eher problemlos, der Parkplatz lag super. Und so sind wir die Schloss- und Burganlage Etage um Etage nach unten gelaufen, während uns Nespor über Stadt, Schloss und Burg erzählte.

 

Nespor hatte uns schon bei unserer Ankunft angedeutet, dass er heute nichts vor hätte, die von uns beabsichtigten 2 Stunden eh viel zu wenig für Krumlov wären und er daher seine Tour mit uns gerne verlängern würde. So wurden aus den 2 Stunden letztlich 4 inkl. Mittagspause in einer sehr urigen Kneipe.

 

 

Am Nachmittag ging es dann nochmals weiter mit einem Rundgang durch Krumlov, von einer Aussichtsplattform mit tollem Blick über die Altstadt, weiter über beschauliche Gassen bis schließlich zurück zum Bus.

 

 

 

Mit Nespor hatten wir einen idealen Führer für uns vermittelt bekommen. Er erzählte uns sehr viel über die Stadt und das Schloss. Besonders bemüht war er jederzeit, unsere Wünsche zu erfüllen. So hatte er sich auch kurzerhand um die Gelegenheit zum Mittagessen gekümmert und fragte stets nach unserem Befinden und unseren weiteren Wünschen. Ankunft und Abfahrt begleitete er mit besonderer Sorgfalt und zu unser aller besten Zufriedenheit. Mit einem kleinen Geschenk (von ihm verfasstes Büchlein über Krumlov) bedankte er sich bei uns für den sehr angenehmen gemeinsamen Tag.
Auf der Heimfahrt nach Hloboka haben wir dann noch einen kleinen Zwischenstop in Budweis eingelegt. Bis auf den zentralen Platz sind die Sehenswürdigkeiten dieser bekannten Brauereistadt aber eher überschaubar.

 

Infos Krumlov
   Website

 

Tag 7 – Hluboka – Holasovice – Freitag, 22. April 2011

Jetzt hatten wir schon zweimal im Hotel Stekl genächtigt, aber das unmittelbar benachbarte Schloss Hluboka hatten wir noch nicht von innen besichtigt. Das stand für heute zunächst auf dem Plan. Bereits 09:15 Uhr fand die 1. Führung in Deutsch durch das Schloss statt. Eine zwar recht frühe Zeit für uns, aber um diese Uhrzeit waren  noch sehr wenige Tagesbesucher da. Wir konnten also nahezu 13a-exklusiv eine eigene Führung genießen.

 
 
 
Das Schloss hat nicht nur von außen eine mehr als imposante Erscheinung, auch das „Innenleben“ ist erschlagend.
 
 
Nach der Führung durch das Schloss hatten wir eine „Fahrt ins Blaue“ vorgesehen. Grob vorgenommen hatten wir uns den Lipno-Stausee. Dass wir ihn letztlich nicht erreichten, war allseits zu verschmerzen. Dafür hatten wir einen tollen Ausflug in das böhmische Dorf Holasovice, in welchem wir länger als ursprünglich geplant hängen geblieben waren.
 
Aber zunächst:
 
 

 Planmäßige Abfahrt mit dem Bus war 11:00 Uhr. Es sollte aber anders kommen, denn der Bus wurde durch parkende Fahrzeuge behindert und konnte daher nicht abfahren.

  

 

Es war nicht ganz klar, ob die PKW zu Tagungsteilnehmern im Hotel Stekl gehörten oder zu Besuchern des Schlosses. War auch egal, weil die Entscheidung zu „Hand anlegen“ recht schnell vom Portier des Hotels mit unserem Busfahrer Markus getroffen worden war. Soll heißen: Autos rumheben. Nun, das war vielleicht was für uns in jungen Jahren, aber im Alter? Jeder mit seinen Kreuzbeschwerden?! Um es kurz zu machen, die „Sache“ war in einer halben Stunde erledigt, sämtlich störenden Autos auf die Seite gehoben. Es kam uns entgegen, dass die tschechischen Fahrzeuge in aller Regel keine protzigen Limousinen deutscher Bauart waren, sondern eher der Kategorie Leicht- bis Mittelgewicht zuzuordnen waren. Erneut ein verschärftes Lob an Markus: Millimeterarbeit war trotzdem mit dem Bus noch zu leisten! Das muss ihm erst mal ein anderer nachmachen, sonst wäre unsere Ausflug an diesem Tag in’s Wasser gefallen.

 
 
Und so kamen wir irgendwann dann auch in dem böhmischen Dorf Holasovice an. Uns überwältigte die Beschaulichkeit und Ruhe in diesem UNESCO-Weltkulturerbe. Und so entschlossen wir uns, dort in aller Gemütlichkeit etwas zu trinken und zu essen. Es war herrliches Wetter und die Gemütlichkeit überzeugte uns am letzten Tag unserer Abi-Jubi-Fahrt, sodass wir gegen 15:00 Uhr unsere Heimfahrt direkt zum Hotel antraten. Allerdings war Förschder wohl nicht ganz ausgelastet. Er entschloss sich daher, nicht mit uns gemeinsam im Bus zu fahren, sondern die rd. 25 Kilometer zu joggen. Immer das weit aus der Ferne sichtbare Schloss Hluboka als Orientierung im Blick. Die 3 Stunden Zeitbedarf dafür sah er als gute Vorbereitung für seinen beabsichtigten Berlin-Marathon an.
 
 
In Hluboka am späteren Nachmittag angekommen galt es, noch ein paar Einkäufe für die Heimreise am nächsten Tag zu machen. Von Glimmstengeln bis zu Alc. Aber auch Zeit für einen kleinen Spaziergang um den See des Dorfes, in den Schlosspark, rund um unser Hotel oder in ein Kaffeehaus war noch ausreichend vorhanden, um bis zu unserem gemeinsamen Abendessen im Hotel Stekl Magen und Darm zu überbrücken. Auch eine Wellnesseinheit konnte nochmals belegt werden. Gerade Sepp hatte dies nötig, weil er einen Hexenschuss bereits aus Deutschland importiert hatte und diesen beharrlich über die ganzen Tage unserer Reise pflegen musste. Natürlich klang der Tag dann in gemütlicher Runde aus.
 
 
 
Infos Holasovice
Website

 
 

Tag 8 – Rückreise – Samstag, 23. April 2011

Heute war der Tag, der irgendwann kommen musste: Unser Abschied von Hluboka und Antritt unserer Rückreise. Diese sollte aus dem Böhmerwald zunächst zurück nach Pilsen gehen, wo wir bei der Anfahrt vor genau einer Woche unsere 1. Station in der Brauerei eingelegt hatten und von dort dann weiter über die Autobahn Richtung Pirmasens.
Das Navi des Busses meinte es zunächst sehr gut mit uns und hat uns durch die heimeligsten Ecken des Böhmerwaldes geführt. Eigentlich wollten wir schneller in Pilsen sein, sodass es rasch etwas nervig wurde, weil die Zeit verlief aber keine Kilometer gesammelt wurden. Trotzdem konnten wir unseren Zeitplan für den Rückreisetag insgesamt gut einhalten. Auf der Autobahn ab Pilsen war kaum Verkehr und kein Stau. Mit einer Zwischenstation beim Busgasthof Born wurde nochmals der Mittagshunger gestillt, ehe wir am Abend kurz nach 20:00 Uhr planmäßig wieder Pirmasens erreichten.

 

Bildersammlung von allen Tagen bei Google Fotos

 

 

 


 

Mit vielen schönen Erinnerungen schauen wir auf ein sehr gelungene Abi-Jubi-Fahrt 2011 zurück. Natürlich mit der Absicht, auch in 2016 -aus Anlass des dann 40-jährigen Jubiläums- wieder in großer 13a-Runde gemeinsam zu verreisen. Allen bisherigen Teilnehmern sind diese Jubiläumsfahrten fest ans Herz gewachsen. Hatten wir stets, und insbesondere auch mit der diesjährigen Tschechienfahrt, ganz tolle Reiseerlebnisse im Kreise unserer 13a-Kameraden.

Bei unserem Busfahrer Markus möchten wir uns ganz besonders bedanken. Er hat alle Hürden im Verlauf der Fahrt meisterlich genommen und uns stets sicher und zuverlässig an unsere Ziele gebracht.

Und damit machen wir heute auf dieser Seite und für diese Fahrt den Vorhang unserer 13a-Tschechienvorstellung zu.